Veranstaltungen und Ausflüge

Ausflug 2018: Besichtigung des Huntesperrwerks

Der diesjährige Ausflug der GEW Wesermarsch am 21. September führte zum Huntesperrwerk in Elsfleth, das vor 40 Jahren errichtet wurde. Herr Geveke vom Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) empfing uns und führte uns zunächst im Seminarraum einen kurzen Film vor, der die Entstehung und Bedeutung des Huntesperrwerks erläuterte.

Um das Elsflether Hinterland - also die Städte Elsfleth und Oldenburg sowie Teile der Gemeinden Wardenburg und Bad Zwischenahn - vor den Sturmfluten zu schützen, wurde von 1976 bis 1979 das Huntesperrwerk gebaut. Es befindet sich an der Mündung der Hunte in die Weser bei Elsfleth. Das Sperrwerk ist ca. 120 m breit, die Öffnungen für die Schifffahrt sind jeweils für eine Fahrtrichtung 26 m breit. Vier mächtige, konvex gebogene Sperrtore können bei Sturmflut geschlossen werden und schützen so das Hinterland vor Überflutung. Sie verhindern, dass extremes Hochwasser in den landeinwärts liegenden Bereichen Überschwemmungen anrichtet. Binnenwasser, das während der Sperrung nicht abfließen kann, wird in seitlich der Hunte liegenden Poldern zwischengespeichert.

Fußgänger und Fahrradfahrer können zu jeder vollen Stunde über das Huntesperrwerk die Weserhalbinsel "Elsflether Sand" erreichen. Damit die Schifffahrt ungehindert das Sperrwerk passieren kann, ist es mit einer Klappbrücke überbaut, die tagsüber zu jeder vollen Stunde geschlossen wird und für fünf Minuten die Überquerung der Hunte für Fußgänger und Radfahrer ermöglicht. Wie hochgereckte Zeigefinger ragen die beiden 32 Meter langen Rollklappbrücken in den Himmel, wenn die beiden Schiffsdurchlässe des Sperrwerks im Mündungsbereich der Hunte in die Weser geöffnet sind.

Nach diesen Grundinformationen ging es zur Besichtigung des Bauwerks. Hoch oben im Kommandostand hatten wir einen schönen Ausblick auf Weser und Hunte. Anschließend ging es tief hinunter in den Technikbereich. Die Sperrtore werden mithilfe von Elektromotoren bewegt. Um ein Funktionieren auch bei widrigen Umständen zu gewährleisten, gibt es zwei Stromzuleitungen: Eine von Elsfleth und eine von Berne. Die Elektromotoren sind sicherheitshalber in doppelter Ausführung vorhanden, und sollte es doch einmal einen Stromausfall geben, stehen Dieselgeneratoren bereit.

Im Anschluss an diesen informativen Rundgang ging es zum Kaffetrinken ins Bootshaus des Segelklubs „Weserstrand“. Ein schöner Abschluss eines gelungenen Ausflugs!