Veranstaltungen und Ausflüge

Bericht von der Veranstaltung mit Prof. Dr. Peter Struck am 14.10.2015

Die GEW Wesermarsch führte am 14.10.2015 eine öffentliche Veranstaltung zum Thema "Hirngerechtes Lernen - Was uns die Hirnforschung über Erziehung, Bildung und Schulgestaltung sowie die Entlastung der Lehrkräfte sagt" durch. Etwa 80 Interessierte aus den verschiedensten Bildungsbereichen waren der Einladung in das Hotel "Zum König von Griechenland" gefolgt.

Der Referent Prof. Dr. Peter Struck ist Erziehungswissenschaftler an der Universität Hamburg. In seinem Vortrag stellte er dar, was besonders erfolgreiche Schulen in Deutschland und weltweit mit dem Lernen anders machen. Er zeigte auf, dass junge Menschen heute infolge der multimedial vernetzten Kinderzimmer und der Smartphones ganz anders in ihrem Hirn vernetzt sind und deshalb auch ganz anders lernen als frühere Generationen. Dabei gehe es auch um die lernpsychologischen Erkenntnisse, dass Jungen anders lernen als Mädchen und dass Kinder anders lernen als Jugendliche. Er ging auf die neuen Herausforderungen durch Individualisierung, Rhythmisierung, Inklusion und jahrgangsübergreifende Lernfamilien ein, auch auf flexible Eingangsphasen und den Weg zur Ganztagsschule. Dabei ging es um Partnerarbeit, um Lernen durch Handeln, Ausprobieren, Aussprechen, Präsentieren, Rollen- und Theaterspiel, Chorsprechen und Bewegung.

 

 

 

 

 

Der Referent problematisierte, wie Gewalt entsteht und präventiv verhindert werden kann, wie man mit AD(H)S- Kindern und Hochbegabten umgeht und welche Rolle die Fähigkeit zum vernetzenden Denken spielt. Im Grunde ging es ihm es darum aufzuzeigen, wie Kinder mehr lernen können und die Lehrkräfte zugleich deutlich entlastet werden können. Unbedingt müsste künftig berücksichtigt werden, dass das Können immer wichtiger wird als das bloße Wissen.

Aufmerksam verfolgten die zahlreichen Besucher in der über dreistündigen Veranstaltung den Ausführungen des Referenten, die prall gefüllt waren mit Informationen. Das war durchaus anstrengend, aber dem Referenten war es gelungen die Zuhörer durch seinen kurzweiligen und abwechslungsreichen Vortrag stets in seinen Bann zu ziehen. Das zeigte sich auch daran, dass in der kurzen Pause niemand gegangen war. Am Schluss der Veranstaltung gab es langanhaltenden Beifall und viel Lob für den Referenten.