Schulungen

Bericht über die Schulpersonalrätekonferenz der GEW am 9.2.2017 in Sürwürden

Am 9. Februar versammelten sich auf Einladung des GEW-Kreisverbandes Wesermarsch 41 Schulpersonalräte der allgemeinbildenden Schulen des Landkreises zu einer Konferenz in Sürwürden, auf der aktuelle Probleme in den Schulen besprochen wurden.

Für den Kreisvorstand der GEW begrüßte Heiko Pannemann die Referentin Wencke Hlynsdóttir vom Schulbezirkspersonalrat. Er wies darauf hin, dass diese Konferenz am selben Tag stattfinde, an dem die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes aufgerufen haben zu einem landesweiten Streik- und Aktionstag. Da aber in der Wesermarsch keine Schwerpunktschule ausgewählt wurde, hätte der Kreisvorstand beschlossen diese Konferenz zeitgleich durchzuführen und den Termin nicht kurzfristig zu verlegen. Die in den Schulen im Landkreis Tarifbeschäftigten hätten vom GEW-Kreisvorstand eine Aufforderung zur Teilnahme am Streik bekommen mit der Aufforderung am Streik teilzunehmen und mit der Bahn nach Hannover zur Kundgebung zu fahren, da sich ein Bus aus der Wesermarsch angesichts der möglichen Teilnehmerzahlen nicht rechne. Heiko Pannemann erläuterte kurz die Forderungen von GEW, ver.di und GdP und wies auf die besondere Bedeutung dieses Tarifkampfes auch für die Beamten und Ruheständler hin. Die Landesregierung habe mit der Verabschiedung des Besoldungsgesetzes gleichzeitig auch die Besoldungsanpassung für 2017 beschlossen und möchte jetzt und auch künftig die Besoldung der Beamtinnen und Beamten von den Ergebnissen der Tarifauseinandersetzung der angestellten Lehrkräfte abkoppeln.

Bei den Berichten aus den Schulen stellte sich heraus, dass an den meisten Schulen die Unterrichtsversorgung auf dem Papier gar nicht so schlecht aussehe, es aber durch viele kurzfristige Erkrankungen immer wieder zu erheblichen Engpässen komme. Als große Probleme schälte sich heraus, dass die vorgesehenen Förderstunden in der Regel nicht oder nur unzureichend erteilt werden könnten und die fachliche Unterstützung für die Inklusion an vielen Standorten nicht oder nur unzureichend zur Verfügung stünde. Ebenso könnte Sprachunterricht für Flüchtlingskinder an etlichen Schulstandorten nur in geringem Umfang oder sogar gar nicht erteilt werden.

Wencke Hlynsdóttir gab zu den vorgetragenen Problemen Hinweise und Erläuterungen und antwortete auch auf die vorab geäußerten Fragestellungen. Sie ging anschließend auf den geplanten neuen Erlass zur Teilzeit ein und erläuterte die Kritikpunkte und Einwände, die seitens der GEW geltend gemacht werden. Ebenso erläuterte sie die Aufgaben der neuen Schulinspektion, die nach dem Scheitern in der bisherigen Form nun ein sogenanntes „Schulfeedback“ erarbeiten soll, bei dem die Schulen vorab einen von ihnen gewünschten Schwerpunkt nennen sollen. Im Anschluss stand die Schulpersonalrätin noch für Einzelgespräche und -beratungen zur Verfügung.

Die Tagung endete mit einem gemeinsamen Mittagessen. Der Kreisvorstand bedankte sich bei Wencke mit einem Blumengesteck für ihren Vortrag und ihre Beratung, und die versammelten Schulpersonalräte verabschiedeten sie mit lang anhaltendem Applaus.