Meldungen aus der Wesermarsch

Über 7.000 streikende GewerkschafterInnen senden ein deutliches Signal aus Bremen an die Arbeitgeber

Ein eindeutiges Signal an die Arbeitgeberseite haben am 12. März 7000 GewerkschafterInnen aus Bremen und Niedersachsen gesandt. Beschäftigte von Straßenmeistereien, Küstenschutz, Unikliniken, Universitäten, Statistikämtern, Schulen, Polizeidienststellen und anderen Bereichen der Landesverwaltung hatten für diesen eintägigen Warnstreik ihre Arbeit niedergelegt.

Auch aus der Wesermarsch waren GEW-KollegInnen dabei. Die Forderungen nach einer deutlichen Gehaltserhöhung wurden noch einmal formuliert. Ebenso wandten sich die RednerInnen massiv gegen Einschränkungen bei der betrieblichen Zusatzrente. Die stellvertretende Landesvorsitzende der GEW Niedersachsen, Laura Pooth, sagte: "Es ist ein Skandal, dass für die größte Beschäftigtengruppe im öffentlichen Dienst der Länder immer noch kein Eingruppierungstarifvertrag gilt.

 

 

 

 

 

Die 200.000 angestellten Lehrkräfte müssen endlich tariflich eingruppiert werden – das ist unsere zentrale Forderung!" Die Gewerkschaften fordern für die 800.000 Tarifbeschäftigten der Länder (ohne Hessen) eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent, mindestens aber um 175 Euro monatlich, die verbindliche Übernahme der Auszubildenden nach der Ausbildung sowie die Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro monatlich und eine Erhöhung des Urlaubsanspruchs für Auszubildende von 27 auf 30 Tage. Das Tarifergebnis soll zeit- und inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie rund 700.000 Pensionäre übertragen werden. Wir dürfen gespannt sein, ob die Arbeitgeberseite die Signale aus Bremen richtig interpretiert hat und endlich ein Angebot vorlegt, das auch diskutabel ist.