Internetpräsenz des GEW-Kreisverbandes Wesermarsch

Bericht über die MV der GEW Wesermarsch am 7.10.2020

Die diesjährige Mitgliederversammlung der GEW Wesermarsch stand ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. So konnten bzw. wollten sich einige Mitglieder nicht einer Versammlung in einem geschlossenen Raum aussetzen, obwohl die Einhaltung entsprechender Hygieneregeln zugesagt worden war.

Zunächst wurden die Jubilare geehrt, in diesem Jahr Rika Böckmann und Petra Donner für 25jährige Mitgliedschaft in der GEW. Helga Lange, die bereits seit 50 Jahren Gewerkschaftsmitglied ist, konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht teilnehmen.

Anschließend trug Ute Dierken vom Vorsitzendeteam den Bericht des Vorstands vor. Im Mittelpunkt stand die Durchführung der Personalratswahlen, bei der die GEW auf allen Ebenen ein sehr gutes Ergebnis erzielen konnte. Wegen eines Formfehlers gibt es eine Anfechtung für die Wahl des Schulbezirkspersonalrats, die muss nun nachgeholt werden.

Wegen der Corona-Pandemie konnten einige Veranstaltungen nur mit einem begrenzten Teilnehmerkreis durchgeführt werden oder als Videokonferenzen.

Der Schatzmeister Hans Berends trug den Haushaltsbericht vor. Weil einige Veranstaltungen und Schulungen wegen der Pandemie nicht wie geplant durchgeführt werden konnten, wurden die Ausgaben für diese Bereiche unterschritten. Daher kam es zu einem ausgeglichenen Haushalt ohne Rücklagenentnahme. Der Plan für das nächste Haushaltsjahr berücksichtigt die gegenwärtige und wohl auch noch weiter anhaltende Situation.

 

 





Anschließend wurden Themenwünsche für künftige Veranstaltungen gesammelt, genannt wurden u.a. Schulrecht und Stimmbildung. Zum Abschluss gab es eine Diskussion zu dem Film „Hakenkreuze und Gewaltvideos“, in dem u.a. am Beispiel der Waldschule Hatten (Landkreis Oldenburg) der Umgang mit entsprechenden von Schüler*innen in sozialen Medien geposteten Inhalten dargestellt wurde. Schockiert zeigten sich die GEW-Mitglieder nicht nur über die Inhalte, sondern auch darüber wie gedankenlos sie von Schüler*innen aller Altersgruppen untereinander weitergeleitet werden. Der offensive Umgang der Waldschule Hatten –auch unter Einschaltung der Polizei bei strafwürdigen Inhalten- sorgte dafür, dass bei etlichen Schüler*innen ein Umdenken einsetzte. Die Schlussfolgerung für die Versammlungsteilnehmer*innen war, dass ein Herunterspielen oder „unter der Decke halten“ weil es ja „auf die Schule zurückfallen“ würde, nicht der richtige Weg sein kann. Der öffentliche Umgang damit unter Einbeziehung der Eltern scheint dagegen erfolgversprechend zu sein, um ein kritisches Nachdenken bei den Schüler*innen anzuregen und somit solche Vorgänge künftig zu unterbinden oder wenigstens einzugrenzen.